Patienteninformationen zur Coronavirus-Pandemie

Liebe Patienten,

Im Folgenden beantworten wir die häufigsten Fragen, die unsere Patienten mit Erkältungsbeschwerden momentan an uns stellen:

1. Wann muss ich auf COVID-19 getestet werden?

Getestet werden sollen nach wie vor vorrangig Patienten mit Erkältungsbeschwerden und:

  • Kontakt zu bestätigtem COVID-19-Fall bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn
  • Verdacht auf eine Lungenentzündung
  • Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus
  • Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe (Bluthochdruck, Lungenerkrankungen, Diabetes, etc.)

Aufgrund der Zunahme der Testkapazitäten in Deutschland hat das RKI (Robert Koch Institut) die Vorgaben für die Testkriterien jedoch deutlich gelockert (Stand: 02.05.2020):

Getestet werden dürfen nunmehr auch Erkältungspatienten, für die die oben genannten Kriterien nicht gelten, die aber nach ärztlichem Ermessen eine coronatypische Beschwerdesymptomatik aufweisen.

(Trifft dies auf Sie zu? Dann melden Sie sich telefonisch (02305/20304), per email (praxis@drknorr-castrop.de) oder per Fax (02305/542464) in unserer Praxis, wir helfen Ihnen gerne weiter. Weitere Informationen zu unseren Praxisabläufen finden Sie hier: Coronavirus-Krise – Praxisabläufe und Sicherheitsstandards)

2. Wer darf NICHT getestet werden?

Nach wie vor dürfen beschwerdefreie Personen auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung nicht getestet werden.

Dies gilt insbesondere bei Wunsch-Testungen, die vor Aufnahme in Pflegeeinrichtungen oder vor Betreuung durch ambulante Pflegedienste verlangt werden. Diese Testungen können von unserer Praxis gerne durchgeführt werden, die Kosten müssen allerdings den getesteten Personen in Rechnung gestellt werden.

Seitens des Bundesgesundheitsministeriums ist geplant, dies eventuell zu ändern und in bestimmten Fällen auch bei beschwerdefreien Personen zu Lasten der Krankenkassen zuzulassen. Eine Entscheidung diesbezüglich steht aber noch aus.

Personen, die Kontakt zu einer infizierten Person in den letzten 14 Tagen hatten, werden bislang nach Maßgabe des Gesundheitsamtes getestet.

Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Das Gesundheitsamt kommt auf Sie zu, weil die COVID-19-Erkrankung bei einer Person gemeldet wurde, zu der Sie Kontakt hatten.
  • Sie erfahren, daß eine Person, zu der Sie Kontakt hatten, positiv auf COVID-19 getestet wurde. Dann sollten Sie Kontakt zum Gesundheitsamt aufnehmen (die Kontaktdaten des für Sie zuständigen Gesundheitsamtes nach PLZ finden Sie unter folgender Website: https://tools.rki.de/plztool/).

3. Welche Symptome können auf eine COVID-19-Infektion hinweisen?

Meistens:

  • Fieber
  • allgemeine Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Husten, produktiv und unproduktiv
  • Luftnot

Gelegentlich:

  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Riechstörung (Anosmie)
  • Durchfall (Diarrhoe)

selten:

  • Halsschmerzen

4. Mir wurden von Ihrer Praxis Quarantäne und Schutzmaßnahmen empfohlen. Was war das alles nochmal genau?

  • Bleiben Sie zu Hause und meiden Sie Kontakt mit Fremden. Erlaubt ist Kontakt mit den Menschen, mit denen Sie ohnehin in häuslicher Gemeinschaft wohnen. Auch zu diesen sollten Sie – soweit möglich – einen Abstand von etwa 2m halten.
  • Es sollte – soweit möglich – keine weitere Person mit Ihnen im Zimmer schlafen. Falls unvermeidlich, versuchen Sie, mindestens einen Meter Abstand zu Ihrem Nächsten zu halten.
  • Waschen Sie häufig die Hände mit Wasser und Seife (ca. 2 Minuten – z.B. dabei im Kopf zweimal „Happy Birthday“ singen).
  • Fassen Sie möglichst nicht mit den Händen ins Gesicht.
  • Husten/Niesen Sie mit einem Taschentuch vor Mund und Nase, danach entsorgen Sie es im verschließbaren Abfalleimer; oder husten/niesen Sie in die Armbeuge.
  • Sie sollten möglichst dauerhaft eine Atemschutzmaske tragen, die Mund und Nase abdeckt. Falls Sie die Maske nicht tolerieren oder keine Maske verfügbar ist, Mund und Nase beim Husten oder Niesen mit Papiertüchern oder Taschentüchern bedecken (anschließend entsorgen).
  • Mehrmals täglich 10 Minuten Stoßlüften senkt die Virenzahl in der Luft und beugt dem Austrocknen der Schleimhäute von Nase und Mund vor.
  • Lassen Sie sich in Drogerie-Discountern oder Apotheken – soweit verfügbar – Händedesinfektionsmittel mit viruzider Wirkung (Gel oder Spray auf Alkoholbasis) besorgen: Ihre Kontaktpersonen sollten nach jeder Art von Kontakt mit Ihnen oder Ihrer unmittelbaren Umgebung sowie beim Verlassen Ihres Zimmers eine Händedesinfektion durchführen (3ml Lösung auf die Handflächen, mind. 30 Sekunden einreiben).

5. Es wurde öffentlich mehrfach die Pneumokokkenschutzimpfung empfohlen. Sollte ich das machen?

Die Impfung ist auch in der jetzigen Situation nicht für jeden Menschen sinnvoll. Sie bietet auch keinerlei Zusatzschutz vor einer eventuellen Corona-Infektion!

Lediglich die Menschen, für die die Impfung ohnehin (wie schon seit Jahren) empfohlen wird, sollten momentan besonders auf einen vollständigen Immunschutz achten, um zusätzliche Infektionsbelastungen wie eine Lungenentzündung durch Pneumokokken zu vermeiden.

Auf Nachfrage checken wir natürlich gerne zur Sicherheit Ihren Impfstatus. Da wir aber bei allen Patienten ohnehin konsequent auf einen vollständigen Impfstatus achten und Ihnen alle erforderlichen Impfungen zeitnah anbieten, ist es sehr unwahrscheinlich, daß bei Ihnen eine Pneumokokkenimpfung erforderlich ist – es sei denn, Sie gehören bislang zu den „Impfverweigerern“ und haben sich nun umentschieden.

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